1. Menscherl, nimm ayn scharffs Schwert und scher dyr dyrmit d Haar und önn Bart ab! Aft nimmst ayn Waag und wögst d Haar.
2. Ayn Drittl dyrvon verbrennst mittn in dyr Stat, wenn de Belögerungszeit umhin ist. Dös zwaitte Drittl zhaust mit n Schwert drausst um d Stat umydum. Und dös dritte laasst von n Wind verwaen. Dös verfolg i aft mit n Schwert.
3. Ayn Öttlych Haerln nimmst und binddst ys in aynn Zipfl von deiner Kuttn einhin.
4. Aber aau von dene tuest non ain auf d Seitt und verbrennst ys in n Feuer. Von daadl gaat s Feuer übergreiffen auf allsand Isryheeler.
5. Yso spricht dyr Herrgot, dyr Trechtein: Daa ist also Ruslham, wie i s mittn unter d Völker und Lönder rund umydum einhingsötzt haan.
6. Aber es haat si yn meine Weisungen und Vorschriftn örger widersötzt wie allsand Lönder umydum. Meine Satzungen habnd s missachtt und si um meine Gsötzer nix gschert.
7. Drum sait dyr Trechtein, mein Got: Weilß is ös non vil örger tribn habtß als wie de Dietn umydum, nit naach meine Gsötzer und Vorschriftn glöbt, ja, nit aynmaal naach de Bräuch von de Völker umydum ghanddt habtß,
8. drum, sait dyr Herr, mein Got, bist ietz fällig, Ruslham. Vor de Augn von de Haidndietn gaa i di aburtln.
9. Wögn all deine Grauln tue i mit dir öbbs, was i non nie taan haan und aau nie meer tuen +gaa.
10. Dann gaand mittn in dir Vätter ienerne Kinder frössn und umkeerter. I laaß di gscheid einhin und verstraeu die Leut von dir, wo non übrig bleibnd, waiß grad wo auf dyr Welt.
11. So waar i löb, sait dyr Herr, mein Got, weilst mein Heiligtuem mit deine gantzn Götzn und Grauln gunraint haast, scher i di kal; und dös ziegh i durch aane Mitlaid und Gnaad.
12. De drittltn Leut gaand an Seuchn sterbn und verhungern. Dös zwaitte Drittl fallt vür dyr Stat drausst eyn n Krieg. Und dös lösste Drittl verstraeu i waiß grad wo in dyr Welt, und önn Krieg schick i ien aau non auf s Gnägg.
13. Yso trud i meinn Zorn ab und laaß mein Wuet an ien aus; dös brauch i ainfach. Aft gspannend s schoon, däß i, dyr +Herr, dös gwösn bin, weil s myr ainfach glangt haat.
14. Ruslham, i mach di zo aynn Trümmerhauffen und zo aynn Gspot für d Naachbyrdietn. Ayn Ieds, wo vorbeikimmt, kan syr dös anschaun.
15. Zannen und blecken künnend s über di, und ayn abschröckets Beispil werst für d Völker umydum, wenn i di in meinn Zorn und meiner Wuet straaf und büessn laaß. Dös sag dyr i, dyr Trechtein.
16. Wenn i meine Pfeil auf enk Ruslhamer schieß, tue i s, däß i enk vernicht. Meine Pfeil seind d Hungersnoot; und dö laaß i allweil örger werdn, hinst däß s Broot +ganz ausgeet.
17. Ayn Hungersnoot und Raaubtierplaag bring i über enk, däß s enk enkerne Kinder raaubnd. Pest und Gmötzl sollt über di kemmen, wie s halt ist in n Krieg. Dös sag i, dyr Herr.
1. Yn n Trechtein sein Wort ergieng an mi:
2. Menscherl, ietz packst d Hoehn von Isryheel an, d Nimetn, und weissagst ien:
3. Ös Hoehn von Isryheel, hoertß ys Wort von n Herrn, meinn Got! Yso sait dyr Trechtein, mein Got, zo de Berg und Hugln, Schluftn und Täler: I selbn bring önn Krieg über enk und hau enkerne Nimetn zamm.
4. Enkerne Ältter werdnd vernichtt und enkerne Raucktisch zammghaut, und d Leut laaß i vor enkerne Götzn toot umfalln.
5. I schmeiß yn de Isryheeler ienerne Leichnäm vor enkerne Götzn hin und verstraeu ienerne Bainer rund um d Ältter.
6. Überall bei enk werdnd d Stötn ztrümmert und d Nimetn verwüestt. Enkerne Ältter werdnd zammghaut und veroednd, enkerne Götzn werdnd zschlagn und schwinddnd dyrhin, enkerne Raucktisch ztremmlnd s; und dös wär aft s End von enkern gantzn Machwerch.
7. Und überall lignd d Leichnäm umaynand. Dann gspanntß is schoon, däß i dyr Herr bin.
8. Ain von enk laaß i allerdings übrig. I laaß s önn Krieg überlöbn, wenntß waiß grad wo in dyr Welt unter die Dietn vertribn seitß.
9. Die von enk, wo entrunnen seind, gaand aft s Denken anfangen und si an mi innern, wann s bei de Dietn in dyr Verbannung seind. Dann seghnd s ein, däß s durch iener Untreu mein Eer verlötzt habnd, wie s von mir nix meer wissn gwollnd und yn de Götzn naachhinlieffend. Dann kriegnd s selbn aynn Abscheuhen vor dene Grauln, wo s begangen habnd.
10. Sö dyrgneussnd aft, däß i dyr Herr bin und ien nit aus Gaudi dös gantze Unheil androot haan.
11. Yso spricht dyr Herr, mein Got: Klatschtß recht schadnfroo und stampftß eyn n Bodm hin, und schreitß: Wee de Isryheeler wögn ienerne Bluetsgrauln! Drum gaand s aau durch Krieg, Hunger und Seuchn umkemmen.
12. Wer weit wögg ist, dönn haat de Pest; wer daa ist, der fallt in n Krieg. Und wer daa non auskimmt, der verhungert. Yso laaß i meinn Grimm an ien aus.
13. Wenn aft de Dyrschlagnen überall bei ienerne Götznbilder und Ältter umaynandflackend in de Nimetn eyn de Hoehn obn, unter allsand üeppignen Baeum und schatignen Aichenn, überall, wo s halt yn ienerne Götzn allsand recht dargrauckt habnd, naacherd gaand s schoon gneussn, däß i dyr Herr bin.
14. I schlag gögn ien loos und mach iener gantzs Land zo ayner Oed, von n tieffn Sundn hinst eyn n äusserstn Nordn. Dann kennend s, däß i dyr Herr bin.