1. Eyn n sibnyzwainzigstn Jaar von n Isryheeler Künig Jerobäm wurd dyr Äseries Ämyziesnsun Künig von Judau.
2. Sechzöhen Jaar war yr alt, wie yr Künig wurd; und er gherrscht zwaiyfuchzg Jaar lang in Ruslham. Sein Mueter hieß Jecholia und gstammt aus Ruslham.
3. Netty wie sein Vater aau taat yr, was yn n Herrn gfiel.
4. Grad d Nimetn verschwanddnd nity, und s Volk brang non Schlacht- und Rauckopfer auf ien dar.
5. Aber dyr Trechtein schlueg önn Künig mit Aussaz. Er gmueß hinst eyn seinn Tood abgsündert wonen, dyrweil dyr Jottäm, sein Sun, Hofmaister war und d Reichnung ausgüebt.
6. De ander Getaat von n Äseriesn ist in de Jaarbüecher von de Judauer Künig niderglögt.
7. Dyr Äseries entschlief zo seine Vätter, und mir glögt n bei ien in dyr Dafetnstat. Sein Sun Jottäm wurd aft für iem Künig.
8. Eyn n achtydreissigstn Jaar von n Künig Äseries von Judau wurd dyr Zächeries Jerobämsun Künig von Isryheel. Er greichnet in Samreit söx Maanet.
9. Wie seine Gönen taat yr Übl vor n Herrn seine Augn. Er ließ nit von de Sünddn ab, zo dene wo dyr Jerobäm Nebetnsun Isryheel verlaitt hiet.
10. Dyr Schällum Jäbssun verschwor si gögn iem, dyrschlueg n z Jiblham und kaam für iem als Künig hin.
11. De ander Getaat von n Zächeriesn ist aufzaichnet in de Jaarbüecher von de Isryheeler Künig.
12. Yso gerfüllt si dös Wort, wo dyr Trechtein zo n Jehu gsprochen hiet: "Hinst eyn s vierte Gschlächt sollnd Naachkemmen von dir auf n Troon von Isryheel sitzn." Netty yso kaam s.
13. Eyn n neunydreissigstn Jaar von n Judauer Künig Usies wurd dyr Schällum Jäbssun Künig und greichnet ain Maanet lang in Samreit.
14. Gögn iem gruckt dyr Menyhemm Gädisun von Tirtzy auf Samreit an, dyrschlueg daaselbn önn Schällum Jäbssun und kaam für iem als Künig hin.
15. De übrige Getaat von n Schällum und dös, wie si er verschwor, ist aufzaichnet in de Jaarbüecher von de Isryheeler Künig.
16. Daamaals gerobert dyr Menyhemm von Tirtzy aus d Stat Tifsach und gatoett allsand Leut von dyr Stat und dyr Gard, weil s iem nit urgöbn hietnd. Yn de Schwangern allsand ließ yr önn Leib aufschlitzn.
17. Eyn n neunydreissigstn Jaar von n Judauer Künig Äseries wurd dyr Menyhemm Gädisun Künig von Isryheel. Er greichnet in Samreit zöhen Jaar
18. und taat, was yn n Herrn missfiel. Er ließ die Sünddn nit sein, wo dyr Jerobäm Nebetnsun Isryheel dyrzue verlaitt hiet.
19. In seiner Zeit kaam dyr Pul, dyr Künig von Surn, eyn s Land. Dyr Menyhemm gaab iem vierydreissg Tunnenn Silber, dyrmit yr iem helffeb, sein Herrschaft z föstignen.
20. Däß yr dös Geld für n Surner Künig überhaaupt zammbrang, erhob yr von de Gwäppltn z Isryheel fümfhundertsibzg Wich Silber. Drauf zog dyr Surner Künig mit seinn Hör aus n Land ab.
21. De übrige Getaat von n Menyhemm ist niderglögt in de Jaarbüecher von de Künig von Isryheel.
22. Er entschlief zo seine Vätter, und sein Sun Peckyhies wurd für iem Künig.
23. Eyn n fuchzigstn Jaar von n Judauer Künig Äseries wurd dyr Peckyhies Menyhemmsun Künig von Isryheel. Er greichnet in Samreit zwai Jaar lang
24. und taat dös, was yn n Trechtein missfiel. Er ließ die Sünddn nit sein, zo dene wo dyr Jerobäm Nebetnsun Isryheel verfüert hiet.
25. Gögn iem verschwor si sein Leibrittner Peckach Remyliesnsun und dyrschlueg iem und önn Ärgob und Ärgn in dyr Schantz mit dyr Hilf von fuchzg Gileter. Dann gmacht si er selbn zo n Künig.
26. De gantze anderne Getaat von n Peckyhiesn ist aufzaichnet in de Jaarbüecher von de Künig von Isryheel.
27. Eyn n zwaiyfuchzigstn Jaar von n Judauer Künig Äseries wurd dyr Peckach Remyliesnsun Künig von Isryheel. Er gherrscht zwainzg Jaar lang in Samreit
28. und taat dös, was yn n Herrn gar nit gfallt. Er wich nit von dene Sünddn ab, zo dene wo dyr Jerobäm Nebetnsun Isryheel verlaitt hiet.
29. Wie dyr Peckach Künig von Isryheel war, gruckt iewet dyr surische Künig Tigletpleser an. Er gerobert Ijon, Abl-Bett-Mächy, Jänoch, Kedisch, Häzor, Gilet, Gälau und dös gantze Land Näftl und gverschlöppt de Bewoner dyrvon auf Surn.
30. Dyr Hoschen Elennsun afer verschwor si gögn önn Peckach Remyliesnsun. Er dyrschlueg n und wurd in n zwainzigstn Jaar von n Jottäm Usiesnsun für iem Künig.
31. De gantze anderne Getaat von n Peckach ist in de Jaarbüecher von de Isryheeler Künig nidergschribn.
32. Eyn n zwaittn Jaar von n Isryheeler Künig Peckach Remyliesnsun wurd dyr Jottäm Usiesnsun Künig von Judau.
33. Fümfyzwainzg Jaar war yr alt, wie yr Künig wurd; und er greichnet z Ruslham sechzöhen Jaar lang. Sein Mueter hieß Jeruscha und war ayn Tochter von n Zädock.
34. Er taat dös, was yn n Trechtein recht war, wie aau schoon sein Vater Usies.
35. Blooß d Nimetn kaamend nit wögg. S Volk brang eyn dene obn non Schlachtund Rauckopfer dar. Dyr Jottäm gabaut dös oberne Toor bei n Templ.
36. De übrige Getaat von n Jottäm ist in de Jaarbüecher von de Judauer Künig zo n Finddn.
37. Dyrselbn fieng dyr Trechtein an, önn Ärmauer Künig Rezein und önn Peckach Remyliesnsun gögn Judau eyn n Krieg z schicken.
38. Dyr Jottäm verstarb und wurd bei seine Vätter in dyr Stat von seinn Anen Dafet glögt. Sein Sun Ähäs wurd an seiner Stöll Künig.
1. Eyn n sibzöntn Jaar von n Peckach Remyliesnsun wurd dyr Ähäs Jottämsun Künig von Judau.
2. Er war zwainzg Jaar alt, wie yr Künig wurd, und greichnet z Ruslham sechzöhen Jaar lang. Er taat nit wie sein Vorvater Dafet dös, was yn n Trechtein, seinn Got, recht gwösn wär,
3. sundern er gmacht s grad yso wie de Künig von Isryheel. Er gverbrennt sogar seinn Sun als Opfer und gmacht dyrmit d Schweinereienn von dene Haidndietn naach, wo dyr Herr vor de Isryheeler vertribn hiet.
4. Auf de Nimetn und Bichln und unter aynn iedn üeppignen Baaum brang yr Schlacht- und Rauckopfer dar.
5. Daamaals trochend dyr Ärmauer Künig Rezein und Peckach Remyliesnsun, dyr Künig von Isryheel, eyn n Krieg gögn Ruslham. Sö gablögernd önn Ähäs zwaar, kunntnd n aber nit zo aynn Gfecht bewögn.
6. Dyrselbn gwann dyr Ärmauer Künig Rezein aau Elet für d Roetem zrugg. Er vertrib de dortignen Judauer, und dyrfür kaamend Roetemer und seind dort hinst heut ansaessig blibn.
7. Dyr Ähäs aber gschickt Botn an n surischn Künig Tigletpleser und ließ iem sagn: "I bin dein Untertaan und Sun. Ruck an und dyrrött mi aus dyr Macht von de Künig von Ärmau und Isryheel, weil mi die eyn dyr Zang habnd."
8. Zgleich naam dyr Ähäs dös Silber und Gold, wo in n Haus von n Herrn und de Schazkammern von n Künigspflast war, und gschickt s yn n Surner Künig als Huldigung mit.
9. Der glustert auf iem, troch gögn Zwötsch, naam s ein und gverschlöppt de Bewoner dyrvon auf Kir. Önn Rezein ließ yr köpfen.
10. Wie dyr Künig Ähäs zo n surischn Künig Tigletpleser auf Zwötsch kaam und dönn dortignen Altter saah, gschickt yr yn n Priester Uries ayn Bild und ayn gnaune Beschreibung dyrvon.
11. Auf dös hin gabaut dyr Priester aynn Altter naach dönn Auftrag, wie n dyr Künig Ähäs von Zwötsch aus göbn hiet. Er war förtig, ee wenn dyr Künig zruggkemmen war.
12. Wie dyr Künig aft dyrhaim dönn neuen Altter saah, gieng yr aufhin dyrzue
13. und gverbrennt auf iem sein Brand- und Speisopfer, goß sein Trankopfer aus und gspritzt önn Altter mit n Bluet von seine Heilsopfer an.
14. Dönn Brontznaltter zuer Eer von n Trechtein aber ließ yr von seinn Plaz zwischn Templ und neuen Altter wöggrucken und norder dönn neuen hinstölln.
15. Zgleich wis yr önn Priester Uries an: "Sömtliche Opfer bringst ietz auf dönn neuen Altter dar, s Fruehbrandopfer, s Aabndspeisopfer, s Brand- und Speisopfer von n Künig und de Brand-, Speis- und Trankopfer von de Leut. Daa anhin sprengst aau s Bluet von alle Brand- und Schlachtopfer. Was i mit dönn altn anfang, segh i schoon non."
17. Dyr Künig Ähäs ließ d Leistnen und de Kössln von de Kösslwägln abherreissn und s "Mör" von de Brontznrinder, daa wo s drauf gruet, abherbaun und auf s Pflaster hinsötzn.
18. Weiters ließ yr önn Samswandlgang, der wo eyn n Templ anhinbaut war, und dönn äussern Zuegang für n Künig von n Herrn seinn Templ wöggreissn. Mit dönn gwill yr yn n surischn Künig schoen tuen.
19. De übrige Getaat von n Ähäs ist in de Jaarbüecher von de Judauer Künig aufgschribn.
20. Dyr Ähäs starb und wurd bei seine Vätter in dyr Dafetnstat begrabn. Sein Sun Hiskies wurd an seiner Stöll Künig.
21. Mein, bin i gloed gwösn, aane Hirn wie ayn Vich,
22. haet glei dir non gar d Schuld göbn, war dyrselbn halt dyrgheit!
23. Doch ietz wank i niemer, denn du weist mi bei dyr Hand.
24. Du laittst naach deinn Raat mi und nimmst mi zlösst auf.
25. Wenn i non grad di haan, ist de gantz Welt mir gleich.
26. Und geet s mit mir abwärts, ist dyr Herrgot doch mein Föls. Er bleibt myr eebig.
27. Wer dyr ausweicht, geet zgrund. Und wer von dir abfallt, die tilgst allsand aus.
28. Doch i waiß s gwiß ietz: Zo n Herrgot ghoer i hin! Auf n Trechtein vertrau i. Dein Getaat kündd i aus.
20. Sagst dös Rechte, stillst deinn Hunger; vil richtst aus mit deine Worter.
21. Löbn und Tood höngt von dyr Zung ab; wer lieb rödn kan, der bringt s weiter.
1. Dyrnaach goffnbart si dyr Iesen yn de Jünger non aynmaal, und zwaar an n See Gneserett. Daa war s yso:
2. Dyr Simen Peeters, dyr Tamen, was aau Zwilling gnennt wurd, dyr Nantyheel aus Gälauisch-Käny, de Zebydäusnsün und non zween von seine Jünger warnd daadl beinand.
3. Dyr Simen Peeters gmaint zo ien: "Also, i far ietz zo n Fischn!" Daa warnd de Andern glei dyrbei: "Mir tuend aau mit!" Daa giengend s aushin und stignd eyn n Nachn ein, aber in derer Nacht daadl fiengend s gar nix.
4. Wie s schoon draufer Frueh wurd, stuendd dyr Iesen eyn n Gstad hinbei; d Jünger gyrkennend n aber nity.
5. Dyr Iesen gfraagt s: "Burschn, habtß was zueherbrungen zo n Össn für mi?" Sö gantwortnd iem: "Nän, nix."
6. Er aber wis s an: "Schmeisstß aynmaal s Nötz auf dyr +zesmen Seitt von dyr Zilln aus; naacherd fangtß öbbs!" Sö warffend s Nötz aus und kunntnd s niemer einherzieghn vor lautter voll.
7. Daa gsait yn n Herrn sein Lieblingsjünger zo n Peetersn: "Dös ist ja dyr Herr!" Wie dös dyr Simen Peeters ghoert, glögt yr syr s Hemet wider an und sprang eyn n See einhin.
8. Weit warnd s nit wögg von n Land, grad beierer hundert Elln. De andern Jünger kaamend aft naach und gschlöppend s Nötz mit de Fisch naachher.
9. Wie s auf s Gstad ausherkaamend, saahend s ayn Kolnfeuer, daa wo ayn Fish drauf war. Aau ayn Broot laag daadl.
10. Dyr Iesen trueg ien auf: "Bringtß aynmaal ain von de Fisch, woß gfangt habtß!"
11. Daa zog dyr Simen Peeters dös Nötz eyn s Gstad ausher. Hundertdreiyfuchzg Fisch warnd drinn, groosse aau non; und obwol s so vil warnd, zriß ien s Nötz nit.
12. Dyr Iesen gmaint zo ien: "So, und ietzet kemmtß und össtß!" Kainer von de Jünger haet si n fraagn traut, wer yr ist, weil s ee gwissnd, däß s dyr Herr ist.
13. Dyr Iesen naam aft s Broot und graicht s ien, und önn Fish aau.
14. Dös war schoon dös dritte Maal, däß si dyr Iesen yn de Jünger goffnbart, seit yr von de Tootn dyrstanddn war.
15. Wie s mit n Össn förtig warnd, gfraagt dyr Iesen önn Simenn Peetersn: "Simen Johannsnsun, liebst du mi, meerer, wie mi die liebnd?" Er gentgögnt iem: "Ja, Herr, du waisst, däß i di liebhaan." Dyr Iesen trueg iem auf: "Waidnet meine Lämpln!"
16. Ayn zwaitts Maal gfraagt yr n: "Simen Johannsnsun, liebst du mi?" Und er gantwortt iem: "Ja, Herr, du waisst, däß i di liebhaan." Daa spraach dyr Iesen zo iem: "Kümmert di um meine Schaaf!"
17. Und non ayn dritts Maal gfraagt yr n: "Also, Simen Johannsnsun, du haast mi +schoon lieb?" Dös verdroß önn Peetersn schoon, däß n dyr Herr ietz ayn dritts Maal gfraagt hiet: "Haast mi +schoon lieb?" Er gaab iem an: "Herr, du waisst diend allss; du waisst aau, däß i di liebhaan." Daa gsait iem dyr Iesen: "Also, naacherd ötz meine Schaaf!
18. Dös Aine waisst: Wiest non jung warst, grichtst di selber zamm und kunntst hingeen, wost grad gwillst. Wennst aber alt wordn bist, ströckst deine Höndd aus; und ayn Anderner nimmt di bei n Gwand und zieght di hin, wost nit hin willst."
19. Mit dönn gwill dyr Iesen andeuttn, mit was für aynn Tood däß dyr Peeters önn Herrgot verherrlichnen wurdd. Drafter gsait yr non zo iem: "Folg myr naach!"
20. Dyr Peeters gwenddt si um und saah, wie yn n Iesenn sein Lieblingsjünger mit n Iesenn mitgieng. Dös war dyr Sel, wo bei seln Maal önn Iesenn staet gfraagt hiet: "Herr, wer ist n naacherd dein Verraeter?"
21. Wie dyr Peeters dönn Jünger saah, gfraagt yr önn Iesenn: "Herr, was werd naacherd mit +iem?"
22. Dyr Iesen gantwortt iem: "Wenn i will, däß yr hinst eyn mein Kumft löbn bleibt, geet di dös nix an. Folg myr lieber naach!"
23. Daa gsötzt si ünter de Brüeder dö Leumung föst, der Jünger sturb nit. Dyr Iesen aber hiet zo n Peetersn nit gsait, er sturb nit, sundern wörtlich: "Wenn i will, däß yr hinst eyn mein Kumft löbn bleibt, geet di dös nix an."
24. Netty der Jünger bezeugt dös allss und haat dös aufgschribn; und mir wissnd, däß sein Zeugniss waar ist.
25. Es geit aber non vil meerer, was dyr Iesen taan haat. Mechet myn dös allssand aufschreibn, main i, haetnd de Büecher dyrfür auf dyr gantzn Welt nit Plaz.